Die Kirche St. Elisabeth in Singen am Hohentwiel

Die Pfarrkirche St. Elisabeth - als fünftes katholisches Gemeindezentrum in Singen - wurde 1965 eingeweiht und steht unter dem Patronat der heiligen Elisabeth von Thüringen. Eine Basaltlava-Stele vor dem oberen Haupteingang, das große Elisabeth-Mosaik im Turm sowie das Email-Bildnis der heiligen Elisabeth im Seitenschiff verweisen auf die Kirchenpatronin.
Zur Pfarrei gehören rund 3000 Katholiken.
Von der Hofseite her kann die Kirche barrierefrei betreten werden.
  
  
Am 5. Oktober 2025 verstarb nach längerer Krankheit Pfarrer i.R., Geistlicher Rat und Ehrendomherr Hansjörg Weber im Alter von 80 Jahren.
Am 12. Oktober 1944 wurde Hansjörg Weber in Elzach geboren. Nach dem Abitur in Sasbach und dem Theologiestudium in Freiburg und Bonn wurde er 1972 von Erzbischof Hermann Schäufele zum Priester geweiht.
Colmar eine Stadt zum Verlieben – ein herrlicher Tagesauflug der Frauengemeinschaft St. Elisabeth. 48 Frauen aus der ganzen Seelsorgeeinheit erlebten die malerische Stadt im Elsass. Durch unsere Gästeführerinnen erfuhren wir sehr viel über die Geschichte und Gegenwart Colmars. Die farbenfrohen Fachwerkhäuser und die engen Gassen boten eine herrliche Atmosphäre, die auch uns verzaubern ließ.
Bild und Text Regina Link
 

Gründungsgeschichte der Kirche
Als Ende der 50er Jahre die Pfarrei St. Josef in der Südstadt auf fast 9000 Seelen angewachsen war sah sich die Gesamtkirchengemeinde vor die Aufgabe gestellt im Neubaugebiet der Zolltafel ein neues Gemeindezentrum zu errichten. Der Gesamtstiftungsrat entschied sich mit großer Mehrheit für das von dem Stuttgarter Architekten Jörg Herkommer vorgeschlagene Projekt. Der Baubeginn war 1961, Richtfest war im Jahr 1963 mit der ersten Christmette, noch im Rohbau der Kirche, zelebriert vom ersten Seelsorger der jungen Pfarrei, Pfarrkurat Franz Heinzmann.
 

1961: Baubeginn (10.7.)
1962: Grundsteinlegung (3.6.)
1963: Richtfest (28.3.); Franz Heinzmann Seelsorger; erste Christmette
1964: Benediktion (8.3.) durch Dekan Fehringer
1965: Konsekration (4.7.) durch Weihbischof Gnädinger
1980: zweiter Seelsorger Hansjörg Weber
1991: umfangreiche Betonsanierung am Kirchturm
1997: dritter Seelsorger Claus Bohnert
2002: umfangreiche Reparaturen am Kirchendach; Orgelsanierung
2007: vierter Seelsorger: Kooperator Romuald Pawletta
2008: Ersatz der korrodierten Fußbodenheizung durch Warmluftheizung
2013: Elisabeth-Mosaik, Entfernung der Kommunionbänke
2014: behelfsmäßige Reparatur von Korrosionsschäden am Kirchturm
2018: Generalsanierung des Kirchturms
 

Die der Planung von Kirche und Gemeindezentrum zugrunde gelegten Formelemente sind der Kreis und das Quadrat. So wurden das Kirchengebäude und das Gemeindezentrum aus diesen Grundformen entwickelt. Ungewöhnlich ist die Lage der Kirche, in einer Bodensenke. Gebaut auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube waren aufwendige Gründungsarbeiten für das Fundament des Kirchenbaus notwendig.
Die geschlossene sechs Meter hohe Betonwand des Kirchenschiffs ruht auf nur wenigen Stützen und Wandscheiben. Die durchbrochenen Betonteile der unteren 3,8 Meter hohen Zone haben nur eine gestalterische, keine statische Aufgabe. Die gewölbte elliptische Kuppel wird von wenigen Stahl- und Betonstützen getragen. Sie hat im Scheitel eine Stärke von nur 8 und am Rande von 13 Zentimetern. (Längen in den Achsen 17 bzw. 25 Meter.)
Der Turm wächst auf einem Grundriss von 6x13 Metern bis zu einer Höhe von 27 Metern. Das Seitenschiff und die Vorhalle haben eine Wandverkleidung aus Nagelfluh. Alle anderen Wände und Decken sind in Sichtbeton ausgeführt, lediglich die sechs Meter hohe Wand des Hauptschiffes erhielt einen Akustikverputz.
Altar und Ambo sind aus Basaltlava, einem Material, das in enger Beziehung zur Hegau-Landschaft steht.
Die Kirche bietet Sitzplätze für 800 Menschen.
 

Der Kirchenraum ist gestaltet mit Kunstwerken des Künstlers Egino Weinert: Das Altarbild (1985), die Pfingstszene am Ambo (1987), Altarstühle und Kerzenhalter (1987), der Kreuzweg im Seitenschiff (1984), das Bildnis der hl. Elisabeth (1992) sowie die Marienikone. Diese wurde auf Wunsch des ersten Seelsorgers der Pfarrei, Herrn Franz Heinzmann, aufgestellt und sorgte seinerzeit (1966) für heftigste Diskussionen.
Der Tabernakel ist ein Bronzeguss von Julius Schramm (1964).
Die Eisabeth-Stele (1971) vor dem oberen Haupteingang ist das Meisterstück des Steinbildners Klaus Hubbuch, das große Elisabethmosaik (2013)  über der Treppe ist ein Werk der Mitglieder der Pfarrei St. Elisabeth nach einem Entwurf und unter Anleitung des Künstlers Erich Georg Gagesch.
 

Die Orgel wurde in 1967 von der Orgelbaufirma August Späth, Freiburg, errichtet. Sie hat 1472 Pfeifen.