Der Missionskreis von Liebfrauen bietet am Palmsonntag, 29. März, nach dem Mittwochsgottesdienst am 1. April und vor der Osternacht, 4. April wieder kleine Osterkerzen an. Der Erlös geht an unsere Klinik Inamwan im Kongo.
Die Kirche Liebfrauen („Maria Königin“) in Singen am Hohentwiel
Die Pfarrkirche "Maria Königin" ist schon von weitem in der Nordstadt sichtbar. Sie ist gekennzeichnet durch den hohen, schlanken Turm und den typischen Stil der Fünfzigerjahre. Eingeweiht im Jahre 1956 als Pfarrkuratie wurde sie ab 1974 zur Pfarrei Liebfrauen.
Wir verstehen uns als eine lebendige, offene Gemeinde, die Leben und Glauben miteinander zu vereinen versucht. Wir bemühen uns, eine offene, glaubwürdige, jedoch auch kritische Kirche am Ort und bei den Menschen zu sein.
Zur Pfarrei Liebfrauen gehören rund 4.300 Katholiken. Die Kirche kann problemlos barrierefrei betreten werden.

gilt Frau Renate Bölli, die über viele Jahre, gemeinsam mit Frau Gerda Nezmeskal, für den Blumenschmuck in der Liebfrauenkirche
zuständig war. Mit viel Liebe, Kreativität und Engagement hat Frau Bölli zur Freude der Kirchenbesucher und zur Ehre Gottes die Kirche geschmückt. Wir wünschen Ihr Gottes Segen und Gesundheit! (S.P.)
zuständig war. Mit viel Liebe, Kreativität und Engagement hat Frau Bölli zur Freude der Kirchenbesucher und zur Ehre Gottes die Kirche geschmückt. Wir wünschen Ihr Gottes Segen und Gesundheit! (S.P.)
Viele Gläubige beider Konfessionen fanden den Weg nach Liebfrauen um einen fröhlichen Gottesdienst auf dem Kirchplatz zu feiern. Er stand unter dem Motto: „Gottes Geist schenkt uns einen achtsamen Umgang miteinander“ und wurde von der evangelischen Pfarrerin Sofie Fiebiger und Gemeindereferentin Susanne Ploberger gestaltet.
Maria Königin, 22. August
Das Fest wurde von Papst Pius XII. eingeführt zum Abschluss des "Marianischen Jahres" 1954. Der Gedenktag wurde zuerst auf den 31. Mai (Schluss des Marienmonats) festgesetzt: im neuen römischen Kalender wurde er auf den 22. August, den ehemaligen Oktavtag von Mariä Himmelfahrt, verlegt.
Die Stadt Singen hatte nach dem Krieg einen enormen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen. Sowohl im Norden, als auch im Süden der Stadt entstanden große Wohngebiete.
Der Gesamtstiftungsrat befasste sich bereits ab 1954 mit dem Bau einer neuen Kirche in der Nordstadt, um so die Pfarreien St. Peter und Paul und Herz-Jesu zu entlasten. Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.05.1956 durch Dekan und Geistlichen Rat Gottfried Kaiser.
Die Einweihung der Liebfrauenkirche mit dem Patronat Maria Königin nahm der damalige Missionsbischof Augustin Olbert von Tsingtau (China) am 21.09.1957 vor. Pfarrkurat Josef Heuschmid, der erste Seelsorger der neu errichteten Pfarrkuratie Liebfrauen, zelebrierte das feierliche Hochamt.
Im Jahr 1979 erfolgte im Zuge der ersten Kircheninnenrenovation die Umgestaltung des Chorraumes entsprechend den Anforderungen der Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils. 1992 entstand beim Taufstein ein neuer Andachtsraum für kleinere gottesdienstliche Anlässe und Andachten, der am 22.09.1992 eingeweiht wurde. Der Kirchplatz wurde 1998 umgestaltet.
Eine zweite Kircheninnenrenovation und Orgelsanierung erfolgte zum 50-jährigen Jubiläum der Liebfrauenkirche im Jahr 2007.
1954: Bauplanung Gesamtstiftungsrat, in Verbindung mit dem Erzbischöflichen Oberbaurat Max Schätzle
1956: Grundsteinlegung am 27.05.1956 durch Dekan und Geistlicher Rat Gottfried Kaiser,
1957: Einweihung der Liebfrauenkirche als Pfarrkuratie mit Patronat „Maria Königin“ (Weihe durch Missionsbischof Augustin Olbert, Tsingtau; feierliches Hochamt: Pfarrkurat Josef Heuschmid
1960: Glockenweihe am 03.01.1960
1969: Der erste Pfarreirat wird gewählt
1974: Pfarrer Berthold Rauber übernimmt die Pfarrei Liebfrauen und leitet sie bis im August 1988
1979: 1. Kircheninnenrenovation nach den Anforderungen der Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils
1988: übernimmt Pfarrer Rolf Stehlin die Liebfrauengemeinde und leitet sie 10 Jahre
1990: Weihe der "Madonna" des Bildhauers Edelbert Wasmer, Bernau
1992: Schaffung und Einweihung des neuen Andachtsraumes am 22.09.1992
1998: Umgestaltung des Kirchplatzes
1999: Weihe der Madonna im Andachtsraum durch Pfarrer Rolf Stehlin
2007: Zweite Kircheninnenrenovation sowie Orgelsanierung
2007: 50-jähriges Jubiläum der Liebfrauenkirche (Juli 2007)
Der Entwurf des Erzbischöflichen Oberbaurats Max Schätzle bildete die Grundlage für die neue Kirche, die in kürzester Zeit erbaut werden konnte. Zwischen der Grundsteinlegung Ende Mai 1956 bis zur Einweihung im September 1957 lag lediglich ein gutes Jahr.
Mit einer Höhe von 41 Metern setzt der schlanke Kirchturm einen besonderen Akzent inmitten der Wohnlandschaft der Nordstadt.
Das Kircheninnere der Liebfrauenkirche wurde modern gestaltet und bewusst schlicht gehalten. Zwei Reihen schlanker Eisenbetonsäulen sollten dem Raum den Charakter einer dreischiffigen Halle verleihen, ohne dadurch die Sicht auf den Hochaltar zu beeinträchtigen. Die Dreiteilung der Decke wurde mit Abura, einer Holzart aus Afrika, verkleidet.
Auf beiden Längsseiten verläuft unmittelbar unter der Decke horizontal ein Fensterband aus Gussglas. Im Chorraum und in der Kirchenrückwand beeindrucken die großflächigen Farbfenster.
Im Zuge der ersten Kircheninnenrenovation erfolgte 1979 die Umgestaltung des Chorraumes. Kanzel und Kommunionbank wurden abgebaut, der Chorraum zum Kirchenschiff hin erweitert und Zelebrationsaltar, Ambo und Sedilien neu geschaffen. Die großflächige Chorwand wurde durch eine vorgesetzte Blende gegliedert. Damit bekam die Skulptur Maria Königin einen Rahmen.
1992 wurde beim Taufstein ein sehr schöner Andachtsraum geschaffen. Dazu mussten einige der Kirchenbänke entfernt werden.
Der Kirchplatz wurde im Jahr 1998 umgestaltet. Die weißen Pflastersteine erinnern an die Strahlen der aufgehenden Sonne und leiten die Gläubigen über das Halbrund des Kirchplatzes zum Zentrum – zur Kirche.
In 2007 erhielt die Kirche eine zweite Innenrenovation und Orgelsanierung. Durch die neue Farbgebung der Säulen und Lisenen im Seitenbereich und der Abgrenzung zum Chorraum in hellem Blau, wurden neue interessante Akzente gesetzt. Die Wände sind cremefarben gehalten. Diese Farbgebung erzeugt in der weiten Kirche eine dezente Note; sie betont mit dem Blau, der Farbe Mariens, auch deren Charakter als Liebfrauenkirche stärker.

Taufbecken Liebfrauen
Die Skulptur Maria Königin über dem Hochaltar ist ein Werk des Bildhauers Professor Emil Sutor aus Karlsruhe, ebenso die beiden Figuren der Kirchenpatrone Hl. Josef und Hl. Nikolaus von der Flüe über den Seitenaltären. Ihm verdankt die Kirche auch ihren Kreuzweg.
Eine Altarplatte aus Holz von Bildhauer und Steinmetz Edelbert Wasmer aus Bernau im Schwarzwald bedeckt den Taufstein und erinnert mit ihren Schnitzereien an das Evangelium von der Brotvermehrung. Von ihm stammt ebenfalls die Madonna aus Holz, die im Jahr 1990 geweiht wurde und deren „kleines Abbild“ in der Partnergemeinde Mbay Museng (Dem. Republik Kongo) steht.
Der Künstler Gero Hellmuth aus Singen schuf den Opferkerzenhalter, den Kerzenständer und die Glockenreliefs an der Wand.
Die Kirchenorgel wurde von der Firma Mönch und Söhne aus Überlingen am Bodensee erbaut und am 24.03.1963 von Erzabt Dr. Benedikt Reetz aus Beuron eingeweiht. Ausgestattet ist sie mit 35 Registern, drei Manualen und einem Pedal. Die 2496 Pfeifen sind überwiegend aus Zinn, aber auch aus Holz und Kupfer.
2007 wurde die Orgel grundlegend saniert.
Einer der Höhepunkte in der Gemeinde war die Weihe der Glocken am 03.01.1960. Aus Sicherheitsgründen mussten diese im Jahr 1977 aus dem Turm entfernt werden und fanden einen neuen Platz im Turm der St. Josefskirche.
Es wurden dafür fünf neue, kleinere Glocken für das Geläut der Liebfrauenkirche angeschafft.



